Geschichte des Oolong-Tees

Wulong, international findet man fast ausschließlich die englische Variante Oolong, heißt wortwörtlich "Der schwarze Drache". Wie der Oolong-Tee, eine halbfermentierte Teesorte entstanden ist, seit wann Oolong-Tee getrunken wird und woher die eigentümliche Namensgebung kommt, dafür gibt es unterschiedliche Überlieferungen.

Wenn man von Legenden mit Fabelwesen absieht, scheint eine Anekdote aus dem frühen 18. Jahrhundert (Qing Dynastie) plausibel:

 Oolong Tee - Provinz Fujian

Die Fujian Provinz in Südostchina

Ein Teefarmer namens Sulong, der aber wegen seiner dunklen Hautfarbe Wulong genannt wurde, hat in der chinesischen, seit jeher für Tee berühmten Provinz Fujian, auf dem chinesischen Festland gegenüber der taiwanesischen Insel, Tee gepflückt.

Dabei wurde er von einem großen Wildtier von der Ernte abgelenkt. Er war versessen von dem Gedanken, das Tier zu fangen, und folgte diesem stundenlang durch die hügelige Landschaft, bis er es schließlich erlegte. Seinen Tee, den er die ganze Zeit in einem Korb geschultert bei sich trug, hatte der Bergbauer längst vergessen.

Durch die Einwirkung des Sonnenlichts und dem gut belüfteten Korb setzte der Fermentationsprozess des Tees ein. Da der junge Mann erst bei Einbruch der Dämmerung nach Hause zurückkehrte und nicht mehr dazu kam, frischen Tee zu pflücken, wurde der Tee wie üblich verarbeitet.

Einige Tage später haben die Dorfbewohner von einem Tee berichtet, der ganz besonders und außergewöhnlich gut geschmeckt hat. Es hat sich herausgestellt, dass es Wulongs Tee war, nämlich jener von dem Tag der Jagd durch die Berge. Seitdem wird Oolong-Tee nach der Ernte in einem speziellen Verfahren belichtet und belüftet und erhält dadurch seinen einzigartigen Charakter.